Archiv für das Tag 'ZGT'

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Worte …

(ra) … und Taten:

Am 2. März in Jena zeigte sich ZGT-Frontfrau Inga Scholz offen für Gespräche.

Jetzt bekamen die 10 fest angestellten Kolleginnen und Kollegen von ZGT-Online die Kündigung. Betroffen davon sind fast noch einmal so viele Freie. Bisher erbrachte die Firma Dienstleistungen für verschiedene Bereiche der ZGT und soll nun aufgelöst werden.

Sehr geehrte Frau Scholz; die Hand zur Partnerschaft zu reichen, sieht anders aus.

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DJV-Verbandstag 2013 mit heimlichem Star

(ra) Inga Scholz, die neue ZGT-Chefin, war auf dem Landesverbandstag 2013 des DJV in Jena.
War das schon eine Premiere, so kam ihre offene, kritische Sicht auf die Situation der Thüringer Mediengruppe bei den DJV-Mitgliedern und deren Gästen gut an. Sie warb zudem um Partnerschaft. Ein Angebot, das sich der DJV Thüringen nicht zweimal unterbreiten lässt – wir werden auf sie zugehen …

Kollegin Antje Hellmann hat über den heimlichen Star des Verbandstages geschrieben  …

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Inga Scholz neue ZGT-Sprecherin

(ra) Sie ist jung und die neue Sprecherin der Zeitungsgruppe Thüringen (ZGT). Inga Scholz (37) tritt die Nachfolge von Martin Jaschke an. Dessen Wechsel zur Medienholding Süd, einer Tochter der Südwestdeutschen Medienholding (Stuttgarter Zeitung, Süddeutsche Zeitung), war schon im Dezember 2011 verkündet worden.
Berichtet hatten neben den ZGT-Titeln auch meedia.de und horizont.net.
Hier findet sich auch die offizielle Pressemeldung der WAZ-Mediengruppe.

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Verarmung des kulturellen Diskurses

(rl) Der Kulturrat Thüringen beklagt den kaum noch vorhandenen publizistischen Wettbewerb bei den Zeitungstiteln der Zeitungsgruppe Thüringen: Thüringer Allgemeine, Thüringische Landeszeitung und Ostthüringer Zeitung. Die vor zwei Jahren begonnenen Umstrukturierungen würden sich negativ auf die Vielfalt der Medienlandschaft im Freistaat und den Meinungspluralismus auswirken. Der Austausch von Artikeln zwischen den einzelnen Zeitungstiteln führt zu unerwünschten Monopolstellungen. Redaktionelle Absprachen zu Terminen haben in der Praxis zur Folge, dass nur noch ein Theaterkritiker zur Premiere oder anderen Aufführungen kommt.

Steffen Mensching, Intendant des Theaters Rudolstadt, wird in seinem Brief an den Kulturrat noch deutlicher. Mit den Veränderungen im Profil und Erscheinungsbild von TA, TLZ und OTZ ginge  – entgegen allen Lippenbekenntnissen – eine Herabstufung des Stellenwerts der Kultur einher.

“Zudem scheint die gegenwärtige Praxis dahin zu tendieren, dass Theaterkritiker künftig nur noch in jene Standorte fahren werden, die im „direkten Verbreitungsgebiet“ der jeweiligen Zeitung liegen. Man zeichnet sich also nicht mehr für die Kultur im Kulturland verantwortlich, sondern nur noch für regionale Kulturräume. Ein solches Verhalten befördert Provinzialismus, verhindert Vergleich und eine anzustrebende kulturelle Vernetzung im Land. Für die Kulturbetriebe, namentlich die Theater des Freistaats, bedeutet das, dass die Begleitung durch die Presse immer mehr an Vielfalt einbüßt und zur Einstimmigkeit tendiert.”

Dem Kulturrat Thüringen gehören an:

  • Landesverband Thüringen im Deutschen Bibliotheksverband,
  • Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Thüringen,
  • Verband Bildender Künstler Thüringen,
  • Thüringer Literaturrat,
  • Museumsverband Thüringen,
  • Landesmusikrat Thüringen,
  • LAG Soziokultur Thüringen,
  • Deutscher Bühnenverein Landesverband Thüringen.
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ZGT-Abos fallen unter 300.000er Grenze

(ra) Die IVW-Auflagenzahlen für das 3. Quartal 2011 sprechen eine deutliche Sprache: Die drei ZGT-Titel haben weniger als 300.000 Abonnenten.

Der Rückgang wird besonders deutlich, wenn man die entsprechenden Zahlen von 2009 und 2010 mit den aktuellen vergleicht:

Weitere Details zu den meist gemeinsam produzierten Lokal-Ausgaben etc. finden sich hier!

Die Lage in Südthüringen:

Auch hier die Details zum Nachschlagen!

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Springer-Angebot für WAZ-Gruppe

(ra) Das “Manager Magazin” hat offensichtlich gute Kontakte zur Sekretärin von Mathias Döpfner (48).  Schließlich liegt MM das fünfseitige Schreiben des Springer-Vorstands vor, wonach man die WAZ-Mediengruppe kaufen möchte.

Am 28. September bekamen demnach die Mitglieder der Familie Funke als auch der Testamentsvollstrecker der Brosts, Peter Heinemann, eine im freundlich-optimistischen Ton verfasste Offerte.

Allein für den Braunschweiger Verlag und die ZGT will Döpfner 250 Mio. Euro auf den Tisch legen. Döpfner soll aber auch ein Gesamt-Angebot nicht ausgeschlossen haben – für 1,4 Mrd. Euro.

Für die Details hier klicken!

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Auf groben Klotz gibt es linke Keile …

(ra) Wie man in den Thüringer Wald hinein chefredakteurt, so schallt es zuweilen auch wieder heraus: Raue TA-tralische Töne in ruppigen Zeiten bleiben nicht immer ohne Echo, wie Stefan Wogaws aktuelle Veröffentlichung “Medienbrei (3): Ein Mann sieht rot” zeigt.

Der Redakteur bei ThüringenLinks hat dafür fleißig Quellenstudium betrieben …

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ZGT-Titel laut SZ mit 19 % Rendite

(ra) Mal sehen, wann und ob ein Dementi kommt …

(ra) Es ist wie bei der wundersamen Vermehrung der fünf Gerstenbrote und zweier Fische zur Speisung der Fünftausend (Johannes-Evangelium, 6,1-15).

Deshalb danke ich TA-Chefredakteur Paul-Josef Raue. Gibt er mir doch die Hoffnung zurück. Weil er sich mannhaft wehrt. Gegen Pessimismus.

Der schlaue Raue bewies das am 30. Juli. Da verkündete er öffentlich, dass TA, TLZ und OTZ  940.000 Menschen in Thüringen erreichen. Und das mit gerade einmal 288.381 Abos.

Der Clou: Die ZGT-Titel verloren zwar binnen Jahresfrist rund 8.000 Abos (siehe Repro IVW-Auswertung), erreichten dafür aber 20.000 Menschen mehr. Die Reichweiten-Gurus der Arbeitsgemeinschaft media Analysen e. V. lieferten diese Zahlen. Deshalb darf man Raues Angaben uneingeschränkt glauben. (1)


Sie sind umso imposanter, weil Thüringen jährlich rund 20.000 Bewohner verliert und dieser Trend ungebrochen anhalten wird. Die Thüringer Landesstatistiker prognostizierten deshalb unlängst, dass der Freistaat 2030 um die 1,8 Mio. Einwohner haben wird. (2)

Macht die ZGT also so erfolgreich weiter wie bisher, werden wir Augenzeuge einer Sensation: 2030 könnten nämlich die drei Titel dann mit gerade einmal 136.000 Abos (19 Jahre x 8.000 Rückgang) sage und schreibe 1,32 Mio. Menschen (19 Jahre x 20.000 Plus an Reichweite) erreichen.

Was für ein Ergebnis!

Mein Tipp daher heute schon an die Freien: Lasst Euch nicht weiter mit IVW-Auflagenzahlen abspeisen! Beruft Euch beim Berechnen Eurer Honorare auf die Raue-Reichweite …

P.S. Noch ein paar Worte zur Arbeitsgemeinschaft media Analysen e. V.: Nach eigenen Angaben erfolgen die Erhebungen zur Reichweite nahezu identisch mit Fragebögen und der Methodik aus den frühen 1990er Jahren.
Sie erfragen also NICHT, ob ein Interview-Partner eine Zeitung abonniert hat.
Sie erfragen auch NICHT, ob der Bezug zu einer Zeitung entstand, weil der Interviewte deren Druckausgabe oder ein ePaper las, die Homepage besuchte oder über Social Media aufmerksam wurde.
NICHT gefragt wird auch, ob der Kontakt täglich oder wenigstens regelmäßig ist …

(1) „Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.“ Das schreibt der Volksmund Winston Churchill zu, auch wenn das nicht belegt ist. Plausibler scheint, dass es sich um eine Spätfolge Goebbelsscher Propaganda handelt. Die stellte Churchill oft als Lügner hin, um z. B. britische Angaben zu Erfolgen im Zweiten Weltkrieg in Frage zu stellen. Möglich, dass dies in der Nachkriegszeit im Gedächtnis blieb (siehe Werner Barke: Churchill: »Ich glaube nur der Statistik, die ich selbst gefälscht habe…«, Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Monatsheft 2004-11)

(2) http://www.statistik.thueringen.de/analysen/Aufsatz-11b-2010.pdf

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Die Bindersleber Depesche

(ag) Schon wieder Hiobsbotschaften von der Zeitungsgruppe Thüringen (ZGT). Plötzlich kursierte ein Brief der Geschäftsführung an alle Mitarbeiter. Nur tauchte der nicht bei den Mitarbeitern auf, jedenfalls nicht direkt. Stattdessen wurde er im Intranet veröffentlicht – eine Plattform, die die meisten Kollegen allenfalls nutzen, um Telefondurchwahlen oder die Speisepläne der Cafeteria zu recherchieren. Irgendwie nahm irgendwer aber dann doch Notiz vom Schreiben und sorgte dafür, dass es alle anderen auch taten: Denn was dort stand, war alles andere als beruhigend.

Im Kern: Ein großer Werbekunde sei abgesprungen, die Papierpreise hätten sich eklatant verteuert, schwere Zeiten kämen (mal wieder) auf die ZGT zu. Schwere Zeiten, denen man nur teilweise mit gravierenden Einschnitten beikommen könne.

Der Rest blieb das bekannte Sonntagsreden-Bla-Bla: Gemeinsam werde man das aber schon schaffen … mit Kreativität und Fleiß … wenn alle an deinem Strang … und so weiter.

Wo genau diese Einschnitte stattfinden werden und welcher Art sie sein werden, ließen die ZGT-Geschäftsführer Klaus Schrotthofer und Dr. Martin Jaschke offen. Jedenfalls in diesem Brief.

Inzwischen ist auch das geklärt, denn Gott sei Dank unterhält man sich trotz aller Depressivität doch noch miteinander. So tat der Flurfunk kund, dass die Poststelle zum 1. September geschlossen werden solle, im Anzeigenbereich und bei den Leserreisen hat es offenbar bereits Entlassungen beziehungsweise keine Vertragsverlängerungen mehr gegeben. Andere Abteilungen sollen angeblich die Ansage erhalten haben, auf drei Mitarbeiter oder jeder einzelne auf 20 Prozent Gehalt verzichten zu müssen.

In den Redaktionen ist von Streichungen noch keine Rede: Wie auch; OTZ und TLZ sind kaum mehr zu dezimieren und in der TA hat das in den vergangenen Monaten ja auch ohne erhöhte Papierpreise und abspringende Werbekunden ganz gut geklappt. Trotzdem machen sich auch die Kolleginnen und Kollegen dort Sorgen. Es herrscht Wut, Trauer, Hilf- und Ratlosigkeit. Die Phrasen vom gemeinsamen Aufbruch, dem Durchstehen harter Zeiten klingen da eher zynisch als motivierend.

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