Archiv für das Tag 'iPad'

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Neue Zeitungs-Zeitrechnung beginnt

(ra) turi2.de und andere berichten übereinstimmend, dass ab 2. Februar eine neue Zeitungs-Zeitrechnung beginnen soll, folgt man den Intentionen von Rupert Murdoch: Dann stellt er  seine “The Daily” im New Yorker Guggenheim-Museum (naja, unspektakulärer geht es wirklich nicht!) vor. Die iPad-Zeitung soll 126 Mitarbeiter haben.

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Auch Asus hat sein, eben ein “Ee Pad”

(ra). pressetext.de berichtet, dass Asus gegen iPad und Kindle antreten will. Bereits im Vorfeld der Computex Taipei stellte die Firma ihre Messeneuheiten vor. Das “Eee Tablet” ist ein beschreibbarer E-Reader und somit Asus’ Konkurrenz zum Kindle. Das “Eee Pad” kommt in Zehn- und Zwölf-Zoll-Format auf den Markt.

Das Zwölf-Zoll-Gerät Eee Pad EP121 soll Asus zufolge vielseitig sein: Multimedia-Player, Kompaktcomputer und E-Reader zugleich. Anders als Apples iPad soll es problemlos auch zu Multitasking fähig sein. Dafür setzt Asus auf einen Intel-CULV-Prozessor vom Type Core 2 Duo und Windows 7 Home Premium als Betriebssystem. Die Akkulaufzeit betrage bis zu zehn Stunden.

Neben einer virtuellen Touchscreen-Tastatur stellt Asus für das größere Eee Pad auch einen Hybrid aus Dockingstation und Keyboard als Eingabegerät in Aussicht.

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Ein Drittel will’s digital

37 % Prozent der Deutschen könnten sich vorstellen, Zeitungen und Bücher künftig nur noch am Bildschirm von iPad & Co. zu lesen. Das ermittelte im Auftrag von ING Investment Management Germany (gehört zu ING Diba-Gruppe) das Meinungsforschungsinstitut EARSandEYES.

Befragt wurden 1.000 Personen; demnach sagten 30- bis 39-Jährige am häufigsten „Ja“ zum digitalen Ersatz für Gedrucktes. Dafür könnten sich zudem mehr Männer (45 %) als Frauen (28 %) entscheiden.

Als wesentliche Vorteile nannten die Digital-Fans einfache Handhabung und die hohe Funktionalität der table-PC & Co.

Interessanterweise scheint die Verfügbarkeit von Informationen rund um die Uhr und unabhängig vom Aufenthaltsort weniger wichtig wie auch die Speicher- und Archivierungsmöglichkeiten der digitalen Dokumente. Beides wurde kaum als Grund angegeben.

Die Studie steht im Detail und zum Download auf der Homepage. Derzeit fehlt aber der entscheidende Link: Birgit Stocker, Head of PR der ING Investment Management, verspricht baldige Abänderung!

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WELT-Titel auf iPad

Springers WELT-Gruppe geht mit der „Kiosk-App“ in den USA ins Rennen. Damit kann man die aktuellen Ausgaben von WELT, WELT KOMPAKT und WELT am SONNTAG auf dem iPad von Apple lesen. Dafür wurde die Darstellung der Inhalte weiter verbessert und eine einfache, benutzerfreundliche Navigation durch die einzelnen Seiten realisiert. Die digitalen Ausgaben der WELT-Marken sind künftig über die „Kiosk-App“ als monatliches Abonnement ab 7,99 Euro verfügbar.

(Quelle: Zeitungs Marketing Gesellschaft ZMG)

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WePad – the “German Wunder”

(ra) Da schau einer die Deutschen an! Kaum einer kannte bis vor kurzem die Firma Neofonie. Deren Chef Helmut Hoffer von Ankershoffen war und ist höchstens Insidern bekannt, weil der vor Jahren die Suchmaschine Fireball entwickelte. Doch Neofonie schaffte es mit seinem Konkurrenten des Apple-Tablet-PC iPad, das Ende April in Deutschland zu kaufen sein wird, weltweit Schlagzeilen zu machen. Nicht sonderlich originell heißt das Teil “WePad”, sieht aus wie die Wunderflunder aus den USA, soll aber mehr können, wenn es im August auf den Markt kommt.

Für Wirbel sorgte allerdings die missglückte Präsentation am Montag. Deshalb gab es Gerüchte im Netz, das Gerät sei ein Fake, wie auch das “Handelsblatt” am Dienstag berichtete.

Neofonie kündigte heute auf seiner Facebook-Seite an, dass am 26. April eine zweite Präsentation stattfinden werde, zu der auch Kritiker eingeladen seien. Hoffer von Ankershoffen hatte auf Nachfrage von “Medienmoral Thüringen” heute ebenfalls eingeräumt, dass das gezeigte Gerät “noch einige Entwicklungsstufen” hinter den vollmundig angekündigten Qualitäten zurück läge. Den ganzen Beitrag lesen »

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Abschied in Daten?

iPad, iPad und immer wieder iPad – seit die Wunderflunder von Apple-Boss Steve Jobs im Januar vorgestellt wurde, scheint allgemein der Eindruck entstanden zu sein, dass 2010 das “Jahr der eReader” wird.

Schon auf der weltgrößten Messe der Unterhaltungselektronik, der Consumer Electronic Show in Las Vegas, waren etliche neue eReader-Lösungen vorgestellt worden, die dieses Jahr auch auf den Markt kommen. Nun spekulieren manche, dass damit das Ende des (bedruckten) Papiers eingeläutet wird.

Eine interessante Sicht dazu hat Christoph J. Walther in der Fachzeitschrift “Viscom Print & Communication”, Heft Nr. 7 vom 30. März 2010, veröffentlicht (Artikel im PDF-Format hier).

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Zeitungen – Produkt für Eliten?

Gensfleisch war’s.

Gensfleisch, genannt Gutenberg, verschaffte dem Wort Macht. Gedruckte Macht. Der gute Johannes löste damit eine Medienrevolution aus.

Könnte es sein, dass wir gerade Zeitzeugen der nächsten werden? Beamen uns fast 600 Jahre nach den beweglichen Lettern jetzt die iPads & Co. in ein neues Raum-Zeit-Kontinuum?

Indizien dafür mögen sein, dass selbst Nokia heute – am Tag Fünf nach iPad – versprach, nicht – wie beim iPhone – zwei Jahre zu warten, um seine Interpretation des Apple-Wunderflunder zu präsentieren.

Gutenbergs Erfindung machte Massen wissend. Und damit alte Herrschaftssysteme obsolet. Die aufgeklärte Menschheit der Renaissance wäre ohne den stetig schwellenden Strom von Druckwerken, die Wissenserwerb der Allgemeinheit ermöglichte, nicht denkbar gewesen.

Gut 600 Jahre später hat sich Information länger schon ihrer materiellen Fessel entledigt. Das feiern nicht nur Nerds (wie die englische und nette Umschreibung für Computerfreaks lautet bzw. was als Akronym laut “Süddeutscher Zeitung” für “Non Emotionally Responding Dude” – engl.: auf emotionaler Ebene nicht ansprechbarer Typ – steht).

Wie dem auch sei: Selbst 2010 könnte man sich benehmen, wie einst die französischen Landarbeiter, die ihre Holzschuhe in die Mäh- und Dreschmaschinen warfen, um dem technischen Fortschritt Paroli zu bieten,

Tatsache ist aber, dass “die Massen” ihre Gewohnheiten ändern, sich zu informieren. Nicht nur bei Jüngeren wandeln sich Kommunikations-Bedürfnisse und es wächst deshalb mehrheitlich auch die Bereitschaft, andere als bisher favorisierte “Kanäle” dafür zu nutzen. Das MUSS man berücksichtigen.

Sonst gilt: “Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.”

Schellack zerbrach nicht nur an der robusteren Vinyl. Die CD wiederum eroberte erst die Welt im Sturm, um wenig später in dem der mp3-Downloadflut unterzugehen.

Und gedruckte Zeitungen…!? Gedruckte Zeitungen sind vielleicht in 20 Jahren schon das elitäre Statussymbol von Traditionalisten, von Puristen, von Eliten.

Vielleicht auch deshalb, weil sie sich eben nur noch solche “Rand”gruppen leisten können.

Weil die sie sich leisten wollen.

Übrigens: BDZV-Präsident Helmut Heinen malt in seinem Interview mit der “Stuttgarter Zeitung” ein solches Zukunftsbild…

(ra – der Text ist eine “Leihgabe” aus meinem Blog…)

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iPadophiles des Tages


Kircher_Lukas“Das ist die Rückkehr der Kreativen an die Spitze der digitalen Wertschöpfung, die Ablöse des Primats der Suchmaschinenoptimierer.”

Zeitungsdesigner Lukas Kircher ist in seinem Beitrag für den Axel-Springer-Akademie-Blog ganz hin und weg vom iPad und träumt davon, Journalismus auch digital “wieder ein bisschen magisch zu machen”.

Und außerdem:

Laut turi2.de hat Bauer seine erste iPad-App veröffentlicht. Der Download von “TV Movie HD” kostet üppige 9,99 Euro, für Aktualisierungen des TV-Programms werden 1,59 Euro für zwei Monate oder 4,99 Euro für ein ganzes Jahr fällig.

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Hype um Apples iPad

“Das Web ist ein entfernter Verwandter der Zeitung, das iPad sein Bruder.”

Zeitungsdesigner Mario Garcia setzt im Interview mit bild.de unter dem Titel “Ist das iPad die Zeitung der Zukunft, Dr. Mario Garcia?” Apples neues Wunder-Tablett mit der Entwicklung des Farbdrucks gleich – hier zu finden.

(ra). Das ist schon beeindruckend: Apple hat 300.000 iPads am ersten Verkaufstag absetzen können. Die neuen iPadophilen saugten damit eine Million Apps und über 250.000 E-Books von den Apple-Servern. Analysten meinen sogar, dass am Osterwochenende bis zu 700.000 der neuen Generation von Computern über die Ladentische gegangen sein sollen. Dagegen wirkt der damalige Hype ums iPhone (270.000 Verkäufe) harmlos…

Die wirklich erstaunlichste Nachricht des Tages kommt aber aus Frankreich: “Le Monde”, wie andere Zeitungen in schwerem Fahrwasser, wandelt ihr Erscheinungsbild so, dass es iPad-tauglich wird und will zudem eine spezielle Ausgabe für das neue Apple-Wunderding herausgeben, Die gedruckte Zeitung hingegen soll zum Hintergrundmedium werden.

(Mehr dazu hier!)