Der Welttag des Urheberrechts ist für den DJV Anlass, die Praxis der Namensnennung von Bildautoren in Tageszeitungen festzustellen. Die Auswertung liegt nun vor und zeigt ein sehr differenziertes Bild. Sieger in diesem Jahr ist die Berliner Zeitung mit 81 Prozent richtigen Nennungen.

Auch die Thüringer Tageszeitungen wurden analysiert. Hier ist das Ergebnis:

Ostthüringer Zeitung – 55 Prozent,
Thüringische Landeszeitung – 46 Prozent,
Thüringer Allgemeine – 40 Prozent,
Freies Wort Suhl – 39 Prozent,
Freies Wort Ilmkreis – 33 Prozent,
Südthüringer Zeitung – 29 Prozent richtige Nennungen.

Das vollständige Ergebnis finden Sie hier.

(rl) Bisher gibt es in den Verlagen eine Antwort auf die Umsatzrückgänge – SPAREN. Selbst die Zeitung ohne eigene Redaktion ist kein Tabu mehr. Kurzfristig werden zwar Effekte erzielt, jedoch langfristig die Bereiche geschwächt, die das Geldverdienen erst ermöglichen. Redaktionen kosten nicht nur, sie sind Voraussetzung für den Mehrwert.

Die in der Zukunftswerkstatt von Festen und Freien geäußerten Überlegungen/ Vorschläge erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Mit der Diskussion soll Bewegung in die Verlage gebracht werden, einen anderen Kurs zu finden, mit dem sie Zukunft gewinnen.

1. Journalistinnen und Journalisten sind Dienstleister für die Bürgerinnen und Bürger, tragen zur Meinungsbildung bei und begleiten kritisch das Geschehen in der Gesellschaft.

2. Entscheidend ist nicht mehr das Trägermedium Tageszeitung. Deshalb: vom Trägermedium unabhängige Inhalte produzieren, die nicht unbedingt exklusiv sein müssen, aber unbedingt handwerklich ausgezeichnet. Den ganzen Beitrag lesen »

(rl) In der Zukunftswerkstatt haben Feste wie Freie die Situation bei den hiesigen Tageszeitungen beschrieben. Ob die Einschätzungen zutreffen und vollständig sind, soll auch in diesem Blog diskutiert werden. Wir sind gespannt auf Ihre Kommentare.

Hier sind die Befunde:

1. Haben die eingerichteten Desks/Tische überhaupt etwas Positives gebracht? Der DJV sollte sich mit dieser Frage intensiver befassen.

2. Eine Zukunfts-, Inhalts-, und Qualitätsdebatte ist bei Thüringer Tageszeitungen kaum wahrnehmbar. Die Kommunikation in den Redaktionen ist mangelhaft bis kaum vorhanden. Fundierte Blatt- und Arbeitskritik findet nicht statt, schon gar nicht vor der Veröffentlichung. Chefredaktionen binden die Redaktion selten in Neuerungen und Entscheidungen ein. Den ganzen Beitrag lesen »

(ra) Jetzt hat die SPD-Holding DDVG Ernst gemacht: Sie wirft der WAZ-Gruppe ihre Anteile von 13,1 Prozent an der „Westfälischen Rundschau” in Dortmund vor die Füße.
Hintergrund ist ein Streit mit dem Hauptgesellschafter.

Mehr dazu hier auf horizont.net!

(ra) Nicht neu. Nicht überraschend. Aber aus eidgenössischer Sicht …

Mathias Menzl, Head of Digital bei joiz AG, hat auf www.medienwoche.ch elf Alternativen zu Abos und Anzeigen “Über die Paywall hinaus” aufgeschrieben.

Mathias Menzl

(ra) Unverdrossen pfeifend um dunklen Wald – die ZMG (Zeitungs Marketing Gesellschaft). Sie schreibt:

“Die Webauftritte der Zeitungen werden immer stärker nachgefragt: Mit 28 Mio. Unique Usern pro Monat stellen die Zeitungen das reichweitenstärkste Internetangebot.”

Mag stimmen.
Aber das bringt den Verlagen nahezu nichts ein …

Ausführlich die ZMG-Story hier …

(ra) Auf newsroom.de schreibt Bülend Ürük über die schlechten Nachrichten aus dem Hause ZGT …

P. S. Sicherlich liegt in dem Beitrag von Alexander Becker auf meedia.de nicht die alles erleuchtenden Weisheit. Aber wer die eher unhandlichen Argumente des Autoren liest, sollte ihm die andere, verblüffende Sicht zubilligen.

(ra) Alter Wein in neuen Schläuchen:
In Essen haben sie das Umdenken vergessen. Die Ex-WAZ- heißt zwar neu und Funke-.Mediengruppe. Aber der “Funke” ist nicht übergegesprungen und die alten Untugenden werden fortgesetzt.
newsroom.de berichtet eben davon, dass 200 Stellen abgebaut werden sollen – wegen Millionenverlusten …


Worte …

(ra) … und Taten:

Am 2. März in Jena zeigte sich ZGT-Frontfrau Inga Scholz offen für Gespräche.

Jetzt bekamen die 10 fest angestellten Kolleginnen und Kollegen von ZGT-Online die Kündigung. Betroffen davon sind fast noch einmal so viele Freie. Bisher erbrachte die Firma Dienstleistungen für verschiedene Bereiche der ZGT und soll nun aufgelöst werden.

Sehr geehrte Frau Scholz; die Hand zur Partnerschaft zu reichen, sieht anders aus.

(hb/ra) Gibt es einen Trend zu Pauschalen? Werden die Reporter nicht mehr nach ihrer Leistung bezahlt sondern für die Arbeitszeit? Das fragte der Fachausschuss Rundfunk.

Das ist unterschiedlich: der WDR will offenbar Pauschalen einführen. Den Freien wurde vorgeschlagen, dass sie viel mehr produzieren für das gleiche Geld: Bisher bekommen für einen Hörfunbeitrag für die ARD 400 Euro. Gemäß dem Vorschlag sollten sie für das gleiche Geld zwei ARD-Hörfunkbeiträge machen und dazu Live-Gespräche führen – das alles ohne Zeitbeschränkung. Die Arbeitnehmervertreter lehnen das ab. Sie haben dem WDR gesagt, über diesen Vorschlag müssen sie mindestens vier Jahre lang nachdenken. Schließlich hat der WDR auch jahrelang an diesem “Vorschlag” gearbeitet.

Beim WDR ist es allerdings so, dass jeder Freier nur 10 Tage/Monat für den WDR arbeiten darf. Das erklärt teilweise die hohen Summen, denn in den 10 Tagen muss der Monatslohn verdient werden.

Beim NDR-Hörfunk gibt es bereits Tagespauschalen (400-500 Euro), beim RB zu 230 Euro, beim SWR mit rund 400 Euro (bei monothematischen Großereignissen), bei der Deutschen Welle mit 235-255 Euro, beim MDR in Thüringen zu 179 Euro bei acht Stunden. Das sehen die Freien äußerst kritisch, weil sie mit einzelnen Beiträge viel verdienen würden. Bei sogenannten monothematischen Themen kann aber eine Bezahlung als “Projekt” vereinbart werden. In Sachsen heißt das “Schichthonorar”.

Vom Bayrischen Rundfunk hören wir, dass keine Pauschalen eingeführt werden sollen.

Beim Fachausschuss Rundfunk hat Bundesvorstandsmitglied Frank Überall vorgeschlagen, dass er ein Pflichtenheft entwirft, wo eine Quote für Pauschalen festgelegt wird. Denn es kann nicht alles zum monothematisches Großereignis (wie Parteitage und große Feste) werden. Beispielweise sei beim WDR auch das Wetter ein monothematisches Ereignis. Im Pflichtenheft soll auch der Arbeitsschutz vorkommen, um allzulange Arbeitstage zu verhindern. Allzulang heißt: länger als 10 Stunden. Als beispielweise in Köln das Stadtarchiv eingestürzt ist, haben die Reporter 22 Stunden lang gearbeitet.

Zweite Frage: gibt es einen Trend, dass die Freien die Arbeit von Festen machen? Ja, in Thüringen sind wir quasi Trendsetter: bei uns machen ja viele Freie schon die Arbeit von Festen. Das ist offenbar auch bei anderen Anstalten geplant. Das ZDF soll 600 Menschen entlassen. Das geht nur mit solchen Tricks, dass die Freien am Wochenende die Redaktionsschichten des Festen übernehmen.

Dritte Frage: wie stehen wir zu den Tarifverhandlungen? Verdi will bei den Tarifverhandlungen die obersten Gehaltsstufen rausnehmen und die unteren anheben (Deckel und Sockel). Das ist nach unserer Einschätzung reinste Klientelpolitik, weil verdi den eigenen Leuten was Gutes tun will. Das entwertet aber gleichzeitig die journalistische Arbeit!

Nächste Einträge »