(hb)  Es ging kontrovers zu beim Thema Tarifforderungen für die Zeitungskollegen. In einigen Westländern wollen sie hohe Zuwächse erreichen, in anderen Bundesländern trauen sie es sich nicht zu. Sie möchten weder eine hohe Zahl nennen noch dafür kämpfen. Sie haben andere Sorgen: Arbeitsverdichtung und schleichenden Personalabbau. Das motiviert nicht, auf die Straße zu gehen. Dagegen zeigen sich die Kollegen in einigen Westländern äußerst kampfesfreudig. Unsere Position ist bisher: Zunächst müssen sich die beiden Extreme aufeinander zu bewegen.

Ich bin aber der Meinung, dass wir von den Westkollegen nicht verlangen können, auf etwas zu verzichten, was sie erreichen können. Wenn sie hohe Zuwächse erkämpfen, ist es gut – und zwar auch für  die verzagten  Kollegen, weil sie so begreifen, was man mit einem Streik durchsetzen kann. Die Erfolge der Westkollegen werden sie motivieren. Auch wenn das ein paar Jahre dauern kann.

Der DJV in Thüringen protestiert gegen den Einschüchterungsversuch gegen das Freie Wort in Sonneberg und unterstützt die Redaktion der in Südthüringen erscheinenden Tageszeitung, die kritische Berichterstattung über rechtsextreme und neonazistische Aktivitäten fortzusetzen. Die Demokratie braucht und lebt von der sachlichen Auseinandersetzung mit politischen Positionen, die unter anderem in den journalistischen Medien geführt wird.

Unbekannte Täter haben das Gebäude, in dem die Lokalredaktion ihren Sitz hat, mit einer Droh-Parole gegen die Zeitung beschmiert. Damit reagierten sie offensichtlich auf einen Zeitungsbeitrag, in dem über die Neonazi-Szene in der südthüringischen Kreisstadt und der Nachbarregion berichtet wurde. Die Ausstellung „Nach den Rechten sehen“ im Sonneberger Landratsamt erfährt auf diese Weise unerwartete Aktualität.

(ra) Seit 2007 gibt es den Wettbewerb “PresseFoto Hessen-Thüringen”. Ausgeschrieben wird er von den Landesverbänden des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV). Die besten Pressefotos eines Jahres sind zum fünften Mal als “Wanderzirkus” auf Reisen, um möglichst vielen Menschen zu zeigen, dass „es schon einen Unterschied macht, ob ausgebildete Fotografen oder Laien auf den Auslöser drücken“. So argumentiert Thüringens DJV-Landesvorsitzende Anita Grasse.

Ab 12. April (Eröffnung 15.30 Uhr) und bis 10. Mai ist die Ausstellung im AHORN Berghotel Friedrichroda zu sehen. Zum zweiten Mal nach 2011 ist damit Thüringens größtes Hotel Gastgeber der Fotoschau, ermöglicht, auch über die Grenzen beider Bundesländer hinaus Kunde vom Können der Kollegen zu geben. 70 Fotografen, u. a. der Gothaer Dr. Bernd Seydel, legten für den aktuellen Wettbewerb über 700 Bilder vor. Alle waren sehenswert – eine Jury kürte die Besten, die jetzt präsentiert werden (hier geht es zum Ausstellungskatalog!).

Einer, ohne den die Wanderschau seit 2007 nicht auskäme, ist Ralf Leifer. Über ihn schrieb ich einen Beitrag, der im “Blickpunkt” (Ausgabe 1-2011) erschien, die seit 2009 herausgegebene gemeinsame Mitgliederzeitschrift der DJV-Landesverbände Hessen und Thüringen (zu den Online-Ausgaben).

Hier – aus gegebenem Anlass – die aktualisierte Version des Textes:

Was zum Basteln, zum Gucken und zum Staunen
Die Kilometer hat noch keiner summiert. Aber ein paar Tausend kommen locker seit 2007 zusammen. Seither pendeln alle Jahre wieder die besten Bilder des gemeinsamen Wettbewerbs „PresseFoto Hessen-Thüringen“ zwischen Ausstellungsorten in beiden Bundesländern und Berlin.

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(rl) Offensichtlich Großes hat die Zeitungsgruppe Thüringen mit dem Allgemeinen Anzeiger vor.  Nach Wolfgang Bock und Thomas Nössig führt nun Maik Schmidt ab 1. März 2012 mit die Geschäfte beim Anzeigenblatt der ZGT.  Wer ihm in seiner bisherigen Funktion als stellvertretender Hauptanzeigenleiter folgt,  ist noch offen.

(ra) Achtung, Achtung! Bнимание, внимание! Attention, Attention!
Nur noch 48 Tage … – dann ist Thüringens Landesverbandstag im “Business-Vital”-Hotel zu Suhl!
Unbedingt den 31. März vormerken, klar!?

Dort diskutieren wir unser neues Verbandskonzept. Hier kann man(n und frau) schon vorab einen Blick riskieren … Anregungen, Kritiken (auch Lobe!) sind hoch willkommen! Schließlich sind wir Vorständler nur so gut, wie wir wissen, was Otto Normalo-Mitglied für gut befindet, wo ihr/ihm die Schuhchen drücken …

(rl) Der Kulturrat Thüringen beklagt den kaum noch vorhandenen publizistischen Wettbewerb bei den Zeitungstiteln der Zeitungsgruppe Thüringen: Thüringer Allgemeine, Thüringische Landeszeitung und Ostthüringer Zeitung. Die vor zwei Jahren begonnenen Umstrukturierungen würden sich negativ auf die Vielfalt der Medienlandschaft im Freistaat und den Meinungspluralismus auswirken. Der Austausch von Artikeln zwischen den einzelnen Zeitungstiteln führt zu unerwünschten Monopolstellungen. Redaktionelle Absprachen zu Terminen haben in der Praxis zur Folge, dass nur noch ein Theaterkritiker zur Premiere oder anderen Aufführungen kommt.

Steffen Mensching, Intendant des Theaters Rudolstadt, wird in seinem Brief an den Kulturrat noch deutlicher. Mit den Veränderungen im Profil und Erscheinungsbild von TA, TLZ und OTZ ginge  – entgegen allen Lippenbekenntnissen – eine Herabstufung des Stellenwerts der Kultur einher.

“Zudem scheint die gegenwärtige Praxis dahin zu tendieren, dass Theaterkritiker künftig nur noch in jene Standorte fahren werden, die im „direkten Verbreitungsgebiet“ der jeweiligen Zeitung liegen. Man zeichnet sich also nicht mehr für die Kultur im Kulturland verantwortlich, sondern nur noch für regionale Kulturräume. Ein solches Verhalten befördert Provinzialismus, verhindert Vergleich und eine anzustrebende kulturelle Vernetzung im Land. Für die Kulturbetriebe, namentlich die Theater des Freistaats, bedeutet das, dass die Begleitung durch die Presse immer mehr an Vielfalt einbüßt und zur Einstimmigkeit tendiert.”

Dem Kulturrat Thüringen gehören an:

  • Landesverband Thüringen im Deutschen Bibliotheksverband,
  • Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Thüringen,
  • Verband Bildender Künstler Thüringen,
  • Thüringer Literaturrat,
  • Museumsverband Thüringen,
  • Landesmusikrat Thüringen,
  • LAG Soziokultur Thüringen,
  • Deutscher Bühnenverein Landesverband Thüringen.

(rl) Ab 1. Februar 2012 ist Walter Hörmann Chefredakteurs beim “Freien Wort” in Suhl. Er folgt auf Herbert Wessels, der in den Ruhestand geht. Hörmann ist derzeit Chef vom Dienst der Frankenpost (Hof) und erledigte Koordinierungsaufgaben in der Verlagsgruppe Hof-Coburg-Suhl Redaktionell verantwortet er künftig auch die in Bad Salzungen erscheinende “Südthüringer Zeitung”. (Foto: Screenshot Frankenpost)

(rl/ra) Jede dritte mobile Suche im Netz gelte laut Google lokalen Inhalten. Nach der Studie “Heimat to go” von TNS Emnid (Pressemitteilung hier!) und der Radiozentrale (zusammengefasste Ergebnisse hier!) halten 72 % der Befragten Produkte und Dienstleistungen aus der eigenen Region für “etwas wichtig bis sehr wichtig”. Bei den 14- bis 29-Jährigen sollen es sogar 79 % sein. 54 % dieser Zielgruppe wünschen Location Based Services v. a. per Smartphone nutzen.

Noch sind es mehr Fragen als Antworten: Was erwarten Bürger, Kunden vor Ort? Welche Rolle übernehmen künftig “klassische” lokale Medien? Wie lässt sich Erfolg messen? Wie sollen standortbezogene Services aussehen? Welche lokalen Services und Inhalte lassen sich überhaupt vermarkten? Spielt bei journalistischen lokalen Angeboten die Qualität eine Rolle?

Die Auswirkungen der Digitalisierung der Medien aufs Lokale werden kontrovers diskutiert. Beim 2. Experten-Forum “Meine lokale Welt” debattieren dazu u. a. Stephan Albrecht von Google; Klaus Wöhler, Direktor der TNS Emnid Marktforschung; Hans Georg Stolz, Vorstandsvorsitzender der ag.ma Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse; Christoph Montague, Geschäftsführer von Radio Energy; Dr. Udo Becker, Geschäftsführer von Radio NRW sowie Erik Peper, Geschäftsführer von WAZ New Media. Dazu kommen Experten von Dailydeal, kaufDA.de, der Radiozentrale, madvertise, RP Online, M.E.N., FutureTap, FR-online, istlokal.de sowie ruhrbarone.de.

Mehr zum 2. Expertenforum “Meine lokale Welt” am 8. November 2011 in Köln hier: www.meinelokalewelt.de

(ra) Die IVW-Auflagenzahlen für das 3. Quartal 2011 sprechen eine deutliche Sprache: Die drei ZGT-Titel haben weniger als 300.000 Abonnenten.

Der Rückgang wird besonders deutlich, wenn man die entsprechenden Zahlen von 2009 und 2010 mit den aktuellen vergleicht:

Weitere Details zu den meist gemeinsam produzierten Lokal-Ausgaben etc. finden sich hier!

Die Lage in Südthüringen:

Auch hier die Details zum Nachschlagen!

(ra/rl) Mike Mohring, das verbale Fallbeil der Thüringer CDU, ruft in der LVZ zur Total-OP beim MDR auf: Abgeschafft gehörten demnach das “Ostalgie-Gehampel” und jene Struktur von Medien- und Tochterunternehmen, “die sich der Kontrolle der Aufsichtsgremien” entzogen hätten, rabaukt Mohring (hier geht’s zum Artikel!)

Nassforsch zu sein, reicht aber nicht, Herr Mohring! Dieses Firmengeflecht isr Resultat politischer Einflussnahme. Gegen die Ausgründungen 1996 hatten weder Verwaltungs- noch jener Rundfunkrat Einwände, dem auch Sie angehören. Sollten Sie eigentlich wissen, oder?

Aber womöglich stört sich Mohring daran, dass sich gegen diese Ausgründungen allein die Gewerkschaften und Personalräte ausgesprochen hatten.  Selbst der damalige Hinweis auf den notwendigen Nachweis der Wirtschaftlichkeit, wie er im MDR-Staatsvertrag steht, wurde damals weder von den politisch Verantwortlichen noch den Gremien erhört.

Weil der DJV aber nicht nachtragend ist, geht ein Angebot an Herrn Mohring zur Nachschulung heute noch raus! :-)

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